Gelände
So haben wir es uns das Jahr zuvor herbeigewünscht, Frau Holle hat uns erhört und zeigte uns diesmal, was ein g'scheiter Winter ist.

Wir starten zu dritt am Dienstag um 9 Uhr, bei Sonnenschein und knackigen minus 9 Grad ...
... um nach 10 km in den Nebel einzutauchen.
Die Strassen sind trocken und vom vielen Salz weiß. Der Nebel beginnt mit einer gnadenlosen Entschlossenheit, das Visier zu vereisen und mein Vordermann wirbelt genug Salzstaub Dnepr auf, um Selbiges zu einem undurchsichtigen Schmotz umzuwandeln. Da wird die Geradeausfahrt zum Glücksspiel,
Schneeschippen aber was jammer' ich denn, wir wollen's ja so!
Nach 70km geht KliWi der Sprit aus, ich bin froh über die außerplanmäßige Pause, die Fingerlein sind kaum noch zu spüren; Aber ich musste ja großkotzig auf meine Griffeltoaster verzichten.
Wir gönnen uns eine weitere großzügige Pause auf der A3, und reißen dann das restliche Stück ins heilige Land. Vom Eingang bietet sich ein traumhaftes Panorama auf das Gelände: Alles ist mit einem knappen halben Meter feinstem Pulverschnee überzogen, und hier und da ein paar Zelte mittendrin ... Auf zum Aufbauen.
Abfahrt mit SR500 Gespanne in Reih und Glied Ein Bauplatz mit Hanglage bietet sich an, die Feiglinge eingeworfen und die Schneeschippen abgepackt, so sind wir ein paar Stündlein beschäftigt, um ein annehmbares Fundament für die Zwergenhütten zu schaffen.
Noch eine (diesesmal großzügige) Menge an Stroh in's Zelt, und die Suite ist beziehbar. Inzwischen sind auch unseren eidgenössischen Freunde eingetroffen und schaufeln mit uns im Einklang. Am nächsten
Erpel Tag steht als erster 'Erpel' da, angereist mit seinem Eigenbau-200-er-Hondagespann, grinsend und vollgeladen bis hoch zum strahlendblauen Himmel. Langsam erwacht das Gelände zum Leben, die nächste Anreisewelle kündigt sich mit zunehmendem Motorengebrabbel an, die Sonne schmeichelt uns. Wir sitzen in der angenehmen vormittaglichen Wärme, geniessen das Bier und das Schauspiel, den abgekämpften Kradpiloten zu zusehen, wie sie ihre überladenen Eisenrösser über das lückenlos zugeschneite Gelände treiben. Ingrid auf Goldwing Ja, die Nächte sind schon zornig kalt, aber, so wie man sich bettet ... wir haben, was wir wollten, und Keiner würde je zugeben, daß es des Nachts doch etwas unangenehm war.
Heute ist Freitag, die Ersten unserer Truppe reisen schon wieder ab, die Letzten treffen heute noch ein, ich werde noch eine schöne kristallklare Nacht am Lagerfeuer verbringen, um dann morgen früh zusammenzupacken. Als alter Elefantenveteran kann ich nur zusammenfassend sagen:
Schee' war's, das Elefantentreffen hat uns wieder mit seinem alten Charme verzaubert. Ich kann die letzte Januarwoche 2018 kaum erwarten, nur noch 8098 Stunden,
waaaaaaaaaaaaahh!!!

www.elefantentreffen.eu
Bericht und Bilder PI
"Saukalt soll es nächstes Jahr werden,
sonst fahre ich nicht mehr hin!"
Elefanten - Treffen 2017
  ... was für richtige Männer;-)